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27.04.2017 17:47
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Gebäude: 1950 - 2002


Im Oktober 1950 startete die dreistufige Mittelschule für Mädchen mit zwei ersten Klassen und einem Schülerinnenheim in der Klosterstraße 4. Auch der Konvent der Armen Schulschwestern nahm hier Wohnung. Doch schnell wurde dieses Stammgebäude der Schule zu klein und Schwester Emerita plante einen Anbau an den Altbau.

1. Erweiterung: Emerita-Hertwich-Haus:
Dieser Erweiterungsbau konnte im Jahr 1962 fertig gestellt werden. Ein Schreibmaschinenlehrsaal, mehrere Klassenzimmer, Lehrerzimmer und ein Lehrmittelraum entstanden. Dafür opferten die Schwestern einen Großteil des Klostergartens.

Doch trotz Anmietung von Klassenzimmern in der ehemaligen Volksschule in der Ludwigsstraße (heute Holzakademie) platzte die Schule aus allen Nähten, so dass abermals die Errichtung eines Erweiterungsbaus ins Auge gefasst werden musste.

2. Erweiterung: Tretterhaus:
Nach dem Erwerb des sog. Stocker-Hauses in der Klosterstraße (gegenüber dem Altbau) ging der als Tretterhaus bezeichnete 2. Erweiterngsbau (benannt nach der langjährigen Schulleiterin M.Edilburgis Tretter) 1979 in Planung und wurde von 1981 bis 1983 fertiggestellt.

Dieses Gebäude ist in drei miteinander verbundene Baukörper gegliedert. Dem Dachsattel sind Dachgauben aufgesetzt, ähnlich dem historischen Cordonhaus in der Propsteistraße, die Fenster wurden maßstabsgerecht dem berühmten Vorbild angepasst. Hier sind die Schulturnhalle, die Nebenräume für die Turnhalle, ein Konditionsraum, die Räume für die Schulleitung und das Sekretariat, Klassenzimmer, die naturwissenschaftliche Fachräume, die Räume für Textiles Gestalten, Kunsterziehung und Werken, der Serverraum für die EDV-Anlage, Lehrerzimmer, Beratungszimmer, Lehrmittelräume, Bibliothek und eine Pausenhalle untergebracht. Die Ausnutzung des Gebäudegefälles ermöglichte den Einbau einer Tiefgarage mit 25 Stellplätzen für Pkw.

3. Erweiterung: Ettl-Haus:
Mit dem Ettl-Haus (benannt nach der letzten Besitzerin Frau Ebner-Ettl) übernahm die Schule ein Gebäude, das ursprünglich als Wirtshaus errichtet worden war und nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Beginn der Nazidiktatur als provisorische jüdische Synagoge diente. An diese Zeit erinnert heute eine Gedenktafel in der Eingangshalle zur Propsteistraße. Das Haus diente auch als Kulisse in dem berühmten Anti-Kriegsfilm "Die Brücke" von Regisseur Bernhard Wicki.

Im November 1984 wurde der Abbruchantrag für die Reste der ehemaligen Fronfeste genehmigt. Auf diesem Gelände befindet sich heute der Pausenhof.

Im September 1991 konnte das Ettl-Haus in der Propsteistraße 4 fertiggestellt und bezogen werden. Die offizielle Einweihung war im April 1992. Neben den Fachräumen für Hauswirtschaft, Informatik bzw. Textverarbeitung, Musik, einem Meditationsraum und einer großen Pausenhalle befinden sich hier eine eineinhalb Stockwerke hohe Aula (ehemaliger jüdischer Betsaal) und zwei Klassenzimmer.

Sanierung des Altbaus 1995
Im Herbst 1995 fand die Sanierung von Altbau und Anbau ihren Abschluss. Die Erneuerung der Heizung, der Böden, der Fenster, der Türen, der Treppenhäuser, der elektrischen Installation und der Küche für Heim und Konvent waren nötig geworden und wurden bei laufendem Unterrichtsbetrieb von April bis September durchgeführt, eine logistische Meisterleistung des Architekten und der beteiligten Firmen.

4. Erweiterung: Max-Petzi-Haus:
Im Oktober 1997 kaufte der Träger der Gerhardinger-Realschule, die Kongregation der Armen Schulschwestern, das neben dem Ettl-Haus gelegene ehemalige Vermessungsamt (Propsteistraße 6), um das Schulgelände durch den Schluss der Baulücke zwischen Tretter-Haus und Ettl-Haus das Schulgelände abzurunden und durch den Bau eines überdachten Ganges die drei Baukörper untereinander zu verbinden.

Im September 2001 begann der Abbruch des alten Vermessungsamtes. Nach nur einem Jahr und zwei Wochen Bauzeit konnten die Schülerinnen am 17. September 2002 ihre neuen Klassenzimmer im neuen Bauabschnitt beziehen. Dieses vierte Schulgebäude der Gerhardinger Realschule enthält 5 Klassenzimmer, 2 Ausweichräume, einen Fahrschülerraum, einen Biologielehrsaal, einen Biologieübungsraum, einen Biologiesammlungsraum, eine Pausenhalle, ein Treppenhaus, einen Aufenthaltsraum für das Reinigungspersonal und eine Hausmeisterwerkstatt. Bei der Konzeption wurde neben der Funktionalität ein besonderer Wert auf Helligkeit und Wohlfühlklima gelegt, was nach Aussage vieler Besucher und "Bewohnerinnen" gut gelungen ist.

Die Einweihungsfeier am Freitag, den 15. November 2002, und der Tag der offenen Tür mit mehreren tausend Besuchern waren ein Höhepunkt der über fünfzigjährigen Schulgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.