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18.07.2017 11:33
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Gedenkgottesdienst

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Schulfamilie gedachte der Seligen Maria Theresia von Jesu Karolina Gerhardinger 
Beeindruckender Gedenkgottesdienst am Todestag der Ordensgründerin

 

„Junge Menschen brauchen eine helfende Hand“ – unter diesem Motto stand in diesem Schuljahr ein alle Besucher beeindruckender Gedenkgottesdienst am Todestag der Ordensgründerin der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Pfarrer Dieter Zinecker konnte dazu in der voll besetzten Stadtpfarrkirche St. Jakob die komplette Schulfamilie der Gerhardinger-Realschule Cham der Schulstiftung der Diözese Regensburg begrüßen.

Gleich zu Beginn trug eine Schülerin Gedanken zum Lebenswerk der am 20. Juni 1797 in Regensburg–Stadtamhof geborenen Karolina Gerhardinger vor. Die Eltern geben ihrer Tochter eine gesunde Natur und hohe Werte mit, Einfühlungsvermögen und Tatkraft, festen Glauben und Beheimatung in Gott. 

Karolinas Jugend fällt in eine Zeit der Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat. Bald zeigten sich ein Zerfall des Familienlebens, Verwahrlosung der Kinder und Verarmung des einfachen Volkes. Erst zwölf Jahre alt, wird Karolina zur Lehrerin ausgebildet. Ihre Begabung und ihre Tatkraft gipfeln in der Ordensgründung der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. 

  

Als „starke Frau“, die aus bedingungslosem Gottvertrauen lebt und keine Opfer scheut, bemüht sich Karolina um die Erziehung der Mädchen zu christlichen Frauen und Müttern, damit von einem geordneten Familienleben eine positive Veränderung der Gesellschaft ausgehen kann.

Am 9. Mai 1879 gibt Mutter Theresia, wie sie nun genannt wird, in München ihr bewegtes und von Tatkraft erfülltes Leben ihrem Schöpfer zurück, während 2 500 Schwestern ihr geistliches Erbe in die Zukunft tragen, zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen. 

Die von drei Schülerinnen vorgetragenen Kyrierufe bezogen sich auf die Ordensgründerin, die Lesung aus dem Buch der Sprichwörter beschrieb „das Lob der tüchtigen Frau“. In seiner Predigt stellte Zelebrant Dieter Zinecker die Bedeutung helfender Hände für junge Menschen und die Wichtigkeit des Zusammenhalts heraus. Dabei verwies er auf den von der Gottesdienstwerkstatt aus unzähligen Händen gebastelten Lebensbaum, der den Altarraum schmückte. 

  

Hier wurde dann vor dem Bild Mutter Theresias eine Geburtstagskerze entzündet und das Vater Unser mit Gesten gebetet. Vor dem Schlusssegen durch den Pfarrer wünschte ein Mädchen seinen Mitschülerinnen: „ Seid Sprachrohr für die, die sonst nicht gehört werden! Seid Navigator für Menschen, die ihren Weg sonst nicht finden! Stellt euch schützend vor diejenigen, denen Misstrauen entgegenschlägt! Als Gerhardingerin wünsche ich mir, dass ihr bei allem, was ihr tut, die Würde des anderen nicht vergesst!“ 

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von dem lebendigen Gesang der Chorklassen und des Wahlfachchores unter Leitung von Christa Riedle und Richard Werner. 

Franz Summerer 

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