Mai 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31  

Letzte Änderung
28.05.2017 20:03
Sitemap & Druckversion
top

Reptilien an der GRS

↑ nach oben ↑

Spannender Vortrag über Reptilien, Amphibien und Insekten  von Manfred Werdan an der Gerhardinger-Realschule 

  
Chamäleon; Manfred Werdan mit Vogelspinne 
  
Chamäleon; ungiftige Korallen-Königsnatter 
  
Ungiftige Korallen-Königsnatter; Stabheuschrecke 
  
Bartagame; Wandelndes Blatt 
  
Herr Werdan und Frau Jobst mit einem Phyton 

Die Schülerinnen der 6. und 7. Jahrgangsstufe betraten gespannt den Vortragsraum zu einer besonderen Biologiestunde. Herr Werdan hatte lebende Tiere mitgebracht, die man sogar anfassen durfte. 

Der Referent ist öffentlich bestellter Sachverständiger der Regierung von Oberbayern für Reptilien und Amphibien. 

In der ersten Box, die er öffnete, hüpften kleine bunte Frösche, Pfeilgiftfrösche, auch Färberfrösche oder Baumsteiger genannt. In freier Natur sind sie giftig, denn dort ernähren sie sich z. B. von Blattläusen, die giftige Pflanzen verspeist hatten. In Gefangenschaft sind diese winzigen Amphibien nicht giftig. Die kleinsten Exemplare im südamerikanischen Regenwald sind nur 5 bis 7 mm groß, ihr Kaulquappenstadium verbringen sie dort oft in Bromelien auf hohen Bäumen. 

Herr Werdan stellte als nächstes ein Chamäleon vor. Vor den Augen der Schülerinnen „schoss das Tier mit seiner langen Zunge eine Heuschrecke ab“ und verspeiste sie. Insekten spüren keinen Schmerz, daher ist es erlaubt diese an andere Tiere zu verfüttern. 

Der Experte verdeutlichte anhand des Axolotl den Übergang der Kiemenatmung zur Lungenatmung. Leben diese Tiere normalerweise im Wasser und atmen ausschließlich über die Kiemen, können diese durch Iod-Gabe zurückgebildet werden und die Lungenatmung tritt an dessen Stelle. Besonders interessant ist ein Axolotl auch für die Forschung, da bei ihnen z. B. abgebissene Gliedmaßen wieder vollständig nachwachsen können. 

Weitere Reptilien, die Herr Werdan präsentierte waren ein Phyton, eine Bartagame, eine Hornotter, ungiftige Königsnattern und Schildkröten. 

Passend zum Lehrplaninhalt hielt Herr Werdan vor den Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe einen Lehrvortrag über Insekten. 

Tarnung, Schutz vor Fressfeinden oder Vortäuschen von Gefährlichkeit sind unter dem Begriff Mimikry bekannt. Eine Gespenstheuschrecke z. B. sieht fast wie ein Skorpion aus, täuscht also Giftigkeit vor, obwohl sie sich nur von Pflanzen ernährt. Weitere Insekten waren das Wandelnden Blattes, eine Gottesanbeterin und eine Stabheuschrecke. 

Zum Abschluss des spannenden Vortrags durften die Schülerinnen die Tiere vorsichtig berühren und sogar selbst auf die Hand nehmen. Ganz mutige nahmen sogar eine Vogelspinne in die Hand. 

Herr Manfred Werdan legt großen Wert darauf, dass es sich nicht um eine bloße Präsentation der Tiere handelt, sondern dass sein Vortrag lehrreich ist. Nur so kann man Verständnis für Schlangen, Echsen und Insekten  wecken und in den Schülerinnen das Bewusstsein für den Artenschutz fördern.

Romy Lankes

↑ nach oben ↑