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Letzte Änderung
22.09.2017 20:03
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Theater


 Ilse Recht und Anne Frank – jüdischen Schicksalen nachgespürt


Rund 800 Menschen sahen in den vergangenen drei Wochen in der Gerhardinger-Realschule Cham die Ausstellung "Wir lebten in einer Oase des Friedens" der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham. Die Ausstellung dokumentierte die Geschichte einer jüdischen Mädchenschule in den Jahren zwischen 1926 und 1938.

Ein besonderer Bezug zu Cham besteht darin, dass mit der 1917 in Cham geborenen und aufgewachsenen Ilse Maria Recht eine jüdische Schülerin aus Cham diese außergewöhnliche Schule besuchte.

Die Theatergruppe der Gerhardinger-Realschule Cham verarbeitete die Ergebnisse und Erlebnisse dieser Spurensuche in einer szenischen Collage unter der Konzeption von Eva Hecht und Theresia Kuhn. Dabei wurden unter dem Thema "Ilse Recht und Anne Frank - jüdischen Schicksalen nachgespürt" auf fiktionale Weise die Lebenswege zweier jüdischer Mädchen verknüpft. Hier die durch ihre Tagebuchaufzeichnungen weltbekannt gewordenen Anne Frank, von der eigentlich jeder schon einmal  gehört hat, dort Ilse Maria Recht, für das sich bis jetzt niemand interessiert hat.

Zwei Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule finden auf dem Speicher einen Koffer, in dem sie Kleidung und ein Zeugnis von Ilse Recht finden. Sie beschließen, dem Leben Ilses und der berühmten Anne Frank nachzuspüren. Die folgenden Szenen zeigen die Metamorphose der beiden Mädchen, indem sie in die Rolle von Ilse und Anne schlüpfen. Insbesondere bei Ilse gestaltet sich dies als schwierig, da die beiden Schülerinnen feststellen müssen, dass es nach sieben Jahrzehnten fast unmöglich ist, noch etwas über einen Menschen herauszufinden. Annes biografische Spuren hingegen nachzufolgen ist viel einfacher, da ihr Tagebuch wichtige Aspekte ihrer Existenz, wie das Leben im Hinterhaus, schildert. Die szenischen Miniaturen werden durch Musik und einige dokumentarische Teile miteinander verwoben.

Das Stück wurde hervorragend von der Theatergruppe der Gerhardinger-Realschule unter der Leitung von Theresia Kuhn umgesetzt. Besonderes schauspielerisches Geschick zeigten die beiden Hauptdarstellerinnen Yvonne Sußbauer (9 a) und Karina Kejker (7 e).

 


 

Link zur Ausstellung an unserer Schule zu diesem Thema.