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14.12.2017 17:37
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Besuch aus Australien

 



Am 10.10.11 flattern die Flaggen Bayerns und Europas am Fahnenmast des
St. Paul's College in Kempsey NSW, Australien.


Erstes E-Mail von Sam Preston nach der Rückkehr aus Kempsey
am Montag, 10.10.2011, 11:06 (austr. Zeit)

G'day Sven,

Yes we have all arrived safely home and had a good night's sleep last night. Will need a few more before I am functioning properly. It was good to see the family again. I am currently sitting at my new desk now trying to keep my eyes open and so I will have to elaborate tomorrow. The only thing I can think of today is how well the whole trip went and how rewarding, enjoyable and worthwhile the whole undertaking was. Thank you so much again for all of the organising for our trip in Cham. It was definitely the highlight of the trip to Germany.

Til tomorrow,
Sam

 


Grenzübergreifender Australienbesuch an der Gerhardinger Realschule
oder “A Dürüm without onions, please”

Die Gerhardinger-Realschule erhielt am Freitag, den 30. September Besuch vom anderen Ende der Welt, aus Kempsey, im Staat New South Wales, Australien (wir berichteten).

Vergangenen Sonntag war der sog. „Family Day“, an dem die australischen Schüler mit ihren Gastgebern etwas unternahmen. Einige fuhren zum Münchner Oktoberfest, andere machten eine Schifffahrt auf der Donau und besichtigten die Sehenswürdigkeiten in dieser Gegend (Regensburg, Wallhalla, …), ganz Tapfere bestiegen einen Bayerwaldberg und schauten sich unsere herrliche Gegend von oben an.

Ein gemeinsamer Höhepunkt des Aufenthalts war dann am darauffolgenden Montag der Besuch beim Further Drachen und der Besuch im Šimon-Baar-Gymnasium in Domažlice. Dort erwartete die deutsch-australische Gruppe bereits der Deutsch-/Englisch-Lehrer Mgr. Petr Diviš. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa wurden die Gäste auf Deutsch bzw. Englisch von Tauser Abiturienten bzw. Abiturientinnen erst durch die Schule geführt. Nach einem kurzen offiziellen Akt mit Geschenkeaustausch durch die drei Organisatoren Petr Diviš (Domažlice), Sam Preston (Kempsey) und Sven Plötz (Cham) mit der Schulleiterin des Gymnasiums, Frau Mgr. Jana Štenglová, wurden die Schülergruppen dann durch die schöne Innenstadt von Domažlice/Taus geführt. Anschließend konnten die Schüler noch selber die Stadt und ihre Geschäfte erkunden.

Tags darauf wurde der Bayerische Wald besucht. Mit der Gondelbahn ging es auf den höchsten Berg dieses Mittelgebirges, den Arber, hinauf. Durch die niedrig hängenden Wolken und den Nebel gestaltete sich der Gipfelbesuch recht wild-romantisch. Von dort aus ging’s weiter zum „Haus zur Wildnis“ in Ludwigstal, wo man sich nicht nur über die Umwelt und den Bayerischen Wald informieren konnte, sondern auch Tiere beobachten und ein Mittagessen  zu sich nehmen. Den Abschluss dieses Tages bildete ein Besuch im Glasdorf der Firma Weinfurtner in Arnbruck.

Am Mittwoch wurde die Gruppe von Schulleiter Krauß im Rondell der Gerhardinger-Realschule verabschiedet. Hierbei dankte er den beiden Organisatoren Sam Preston und Sven Plötz mit Aufmerksamkeiten. Krauß erhielt als Andenken von Mr Preston Originalzeichnungen einer Aborigine-Künstlerin geschenkt. Die Gäste wurden im Anschluss daran von allen Gastgebern zum Bahnhof begleitet. Als der Zug in Richtung Schwandorf bzw. München abfuhr, waren auch einige Augenwinkel feucht.

Die australische Gruppe besuchte dann noch München und, unvermeidbar bei einem Europabesuch, Schloss Neuschwanstein.

Einige Gerhardinger-Mädchen verstanden sich mit den Schülern (hier vor allem den australischen Jungs) so gut, dass sie dank der modernen Technik (Facebook, SMS) in ständigem Kontakt waren. Angestoßen von dieser Gruppe kam es zu einer zweiten Verabschiedung am Münchner Flughafen, auf dem dieser „Fan Club“, chauffiert von Sven Plötz, überraschend auftauchte. Die hungrigen Australier versorgten sich vor dem Abflug noch mit Döner und Dürüm, was in ihrem Land offensichtlich nicht so bekannt ist.

Alle Gäste waren sich darüber einig, dass sie eine interessante und angenehme Zeit in Cham und Umgebung verbringen durften und auch von den bayerischen Gastgebern kamen nur positive Rückmeldungen. Die Gerhardinger Schülerinnen konnten feststellen, dass sie sich ohne Probleme verständigen können und dass sie mehr in der Fremdsprache Englisch verstehen, als sie vorher dachten.

Zu vermerken wäre noch, dass dieses, für alle Seiten gewinnbringende Projekt durch die finanzielle Hilfe des Elternbeirats der Gerhardinger-Realschule, durch den Gerhardinger-Förderverein und den Rotary-Club Cham ermöglicht wurde.

 


Tage der Ruhe für Australier in Cham
Australische Schüler sind Gäste der Gerhardinger-Realschule–Begrüßung am Freitag


Schulleiter Josef Krauß hieß die australischen Gäste in perfektem Englisch willkommen.

Nahezu eine „Japaner-Deutschlandtour“ haben sich 16 Schüler und ihre acht erwachsenen Begleiter des St. Paul’s College in Kemsey, einer australischen Kleinstadt nördlich von Sidney gelegen, vorgenommen, so dicht gedrängt ist das Programm ihrer Erkundung des fernen europäischen Landes. Da sind die fünf Tage in Cham, wo sie Gäste der Gerhardinger-Schulfamilie sind, eine nötige Erholungsphase, auch wenn da natürlich auch Besichtigungen und Schulbesuche auf der Tagesordnung stehen.

Am Freitagabend kam die australische Gruppe mit dem Zug in Cham an, nachdem sie zuvor in Nürnberg NS-Relikte und Mittelalter-Kultur erlebt hatten. Einen ersten Eindruck von der Bayerwaldmetropole erhielten die Australier beim Gang vom Bahnhof zur Schule und bei einer Kurzführung zum Marktplatz. Bei einem kleinen Abendessen-Empfang in der Aula der Gerhardinger-Ralschule begrüßte sie Schulleiter RSK Joseph Krauß dann noch mal offiziell in perfektem Englisch in Cham. Er stellte ihnen kurz die Schule als reine Mädchen-Schule vor, meinte, dass Deutschland durch recht unterschiedliche Gegenden mit jeweils einem ganz eigenen Charakter gekennzeichnet sei, wobei Bayern besonders durch seine Landschaft und die christlich geprägte Kultur mit ihren Bräuchen und die freundlichen Menschen bekannt sei. Ein wenig davon würden sie in den nächsten Tagen erleben können.

Den Familien aus dem Landkreis, die jeweils ein oder zwei der australischen Gäste beherbergen, dankte Josef Krauß, besonders aber auch dem Deutsch- und Englischlehrer Sven Plötz, der den Kontakt zu der australischen Schule geknüpft und die Reise und das Programm für die Tage in Cham vorbereitet hatte. Er forderte seine Schülerinnen schließlich noch auf, nur munter mit ihren Gästen Englisch zu sprechen. „Englisch ist eine Sprache, da darf man ruhig Fehler machen.“ Ob das Sven Plötz auch so sieht?

Im Anschluss gab’s Bayerisches vom kalten Buffet zum Abendessen, quasi alles, was man mit bayerischem Essen verbindet: Schweinsbraten, Leberkas, Fleischpflanzln, Wurschtsalat, Kraut- und Erdäpflsalat und dazu Brezen, für die Erwachsenen auch Bier oder ein Weizen, die Jugendlichen mussten sich erst mal mit Wasser, Limo oder Apfelschorle begnügen. Das Essen schien den Gästen jedenfalls zu schmecken und es war wohl nicht nur Höflichkeit, dass sie so gut wie alles aufaßen. Danach ging’s heim zu den Gastfamilien im ganzen Landkreis, von Chammünster über Haschaberg bis Obergoßzell, wo ein anstrengender Tag zu Ende ging.


Beim Abendessen in der Realschulaula kamne sich die Gastgeberfamilien und ihre australischen Gäste schon nahe.

Am Samstag fuhren die australischen Gäste nach einer kurzen Stadtführung nach Nürnberg zum Fußball-Bundesligaspiel FC Nürnberg – FSV Mainz, denn sie wollten unbedingt ein deutsches Profifußball-Spiel mal live erleben, per Fernsehen kann man die Bundesliga auch in Australien bewundern. Am Abend schaute Sven Plötz mit seinem Gast noch kurz beim „Bayerischen Oktoberfest“ in der Hinterederhalle in Chammünster vorbei, so dass auch das bayerische Klischee ein wenig bedient wurde.

Der Sonntag als „Family Day“ war frei für die Gestaltung durch die Gastgeber, so dass auch das ganz normale bayerische Familienleben miterlebt werden konnte. Am Montag geht’s mit dem Zug nach Furth im Wald zum Drachen und danach wird es mit einem Besuch in Domazlice/Taus noch internationaler. Im Simon-Baar-Gymnasium dort können die Australier auch das tschechische Schulsystem wie das böhmische Essen kennen lernen und danach auch noch die Geschichte der Choden-Hauptstadt bei einer Stadtführung.

Am Dienstag ist zunächst Schulbesuch vorgesehen, aber dann wird noch der Bayerische Wald erkundet, natürlich mit dem Arber, aber auch dem „Haus der Wildnis“ beim Nationalpark und dem Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. Wenn’s Wetter wieder schlechter wird, am Mittwoch, heißt es Abschied nehmen und die Gäste fahren weiter nach München.

Der Besuch der australischen Partner war von Sven Plötz und seinem Kollegen aus dem St. Paul’s College, Kempsey, Sam Preston, der Deutsch und Physik unterrichtet, vorbereitet worden und von Elternbeirat und Förderverein der Gerhardinger-Realschule unterstützt worden. Gelder gab es auch vom „Fonds für internationale Kontakte“ der australischen Regierung. Das Geld ist gut angelegt, denn das Bild Deutschlands in Australien wird offenbar noch stark von der NS-Zeit mit der Judenverfolgung und dem Zweiten Weltkrieg geprägt, wie das Besichtigungsprogramm der Gäste vermuten lässt. Da tut so ein Ausflug in die bayerische Wirklichkeit sicher dem deutschen Image gut und den Gästen aus Australien verschafft er ein paar entspannte Tage im Sightseeing-Stress.


Australische Gäste im Chamer Rathaus

Am vergangenen Samstag Vormittag ließ 3. Bürgermeister Franz Summerer (rechts) es sich nicht nehmen die Schüler und Lehrer aus Australien, die zur Zeit in der Gerhardinger-Realschule zu Besuch sind, persönlich im Namen der Stadt Cham im historischen Sitzungssaal zu begrüßen. Die Schüler erhielten eine Informationsmappe mit allen Informationen auf Englisch.

Anschließend führte er die Gruppe noch kurz durch die Stadt und machte sie mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vertraut, bevor sie zum Bahnhof aufbrachen, um in Nürnberg dem Bundesligaspiel 1. FCN gegen den 1. FSV Mainz beizuwohnen.

Die 16 Schülerinnen und Schüler und ihre 7 Lehrer wurden vom Schulleiter der Gerhardinger-Realschule, Josef Krauß (vorne Mitte) begleitet und kehrten glücklich am  Abend wieder zu ihren Gasteltern im Landkreis Cham zurück.


Ein Foto von der Begrüßung der Australier im historischen Ratssaal der Stadt Cham