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9. Klassen: 

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"Merk's da": Spende

"Chamer Zeitung", 15.07.2017

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Erste-Hilfe-Kurs an der Gerhardinger-Realschule Cham 
Ausbildungszertifikate für 116 Schülerinnen

Wie lagere ich jemanden stabil? Wie legt man einen Druckverband richtig an? Wie funktioniert die Herz–Lungen–Wiederbelebung? 

Schon traditionell absolvierten insgesamt 116 Schülerinnen der vier 9. Klassen der Gerhardinger-Realschule Cham einen Erste-Hilfe-Kurs. Die Ausbilder Helene Filimon, Michael Hilpl, Richard Raum und Stefan Schneider vom Bayerischen Roten Kreuz kamen „ins Haus“ und die einzelnen Zimmer der vier 10. Abschlussklassen wurden zu Übungsräumen umfunktioniert. 

Gerade auch das richtige und sichere Abnehmen eines Moped– bzw. Rollerhelmes bei einem verunglückten Verkehrsteilnehmer wollte in Theorie und Praxis gelernt sein. Vor allem das Abbauen von Berührungsängsten stand dabei im Vordergrund, engagiertes und richtiges Zupacken kann nämlich im Ernstfall lebensrettend sein. 

Nach zwei Vormittagen mit ganz anderen Lern– bzw. Stundeninhalten erhielten alle Mädchen eine Ausbildungsbescheinigung, die dann bei einer Führerscheinausbildung demnächst vorgelegt werden kann. 

Franz Summerer

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London 2017: Zauberstab und  Butterbier

Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule Cham 
wandelten auf den Spuren der Harry Potter Filme in London

            
   
            
   

Als die dreiundneunzig Schülerinnen der neunten Klassen der Gerhardinger-Realschule und ihre sechs Begleit-Lehrkräfte am Abend des Pfingstsonntags ihre lang geplante Reise nach London antraten, herrschte diesmal noch eine etwas bedrückte Stimmung, hatte es doch erst in der Nacht davor wieder einen brutalen Terroranschlag in der britischen Hauptstadt gegeben. So verabschiedeten die Eltern ihre Töchter mit eher gemischten Gefühlen, als diese die beiden roten Reisebusse bestiegen. 

Doch schon bald überwog die Vorfreude auf die bevorstehenden Tage und vorsichtiger Optimismus, dass man von solchen Vorfällen verschont bleiben würde, machte sich breit. Würde man sich der Angst beugen, hätten die Terroristen ihre Ziele erreicht und schließlich war man als Europäer den britischen Nachbarn, trotz Brexit, eine gewisse Solidarität schuldig. So dachten wohl auch die meisten anderen Touristen vom Festland, insbesondere aus Bayern und dem übrigen Deutschland, denn es wimmelte von ihnen nur so, in der britischen Hauptstadt, genauso wie in den Jahren zuvor, während der ersten Woche der Pfingstferien. 

Bereits am Tage nach der Ankunft begann das anstrengende Programm für die Mädchen und ihre Begleiter, Romy Lankes, Maria Zeitzler, Ines Jobst, Danuta Ragosz, Albert Degenhart und Robert Huber. Eine Stadtrundfahrt mit Reisebegleitern stand an und die Busfahrer aus Niederbayern meisterten bravourös ihren Parcours durch den zähen Londoner Verkehr, zusätzlich erschwert durch Sicherheitsabsperrungen, die den Verkehrsfluss einschränkten oder gerade errichtet wurden. Jedenfalls konnten die beiden „Guides“ den Schülerinnen in den drei Stunden fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der ‚City of London‘ zeigen und erklären. Anschließend waren alle, nach einer ausgiebigen Mittagspause bei den Stars aus Wachs im Urgestein aller Madame Tussaud’s, in London, zu Gast. Dabei entstand so manches Selfie mit dem Lieblings-Promi, ganz egal ob selber gemacht oder von der Freundin (Helfie).

Am Mittwochvormittag fuhren alle zum Royal Observatory in Greenwich. Dort gehört es schon seit Jahren zum Pflichtprogramm der Gerhardinger, sich stehend (oder anderweitig posierend) auf dem Nullmeridian ablichten zu lassen. Aber auch das Innere des Museums war für die Mädels von Interesse, waren sie doch bereits in den Geographie-Stunden vor der Fahrt mit den historischen Hintergründen vertraut gemacht worden. Nachdem die Gruppe Gelegenheit hatte, mittags in der Markthalle von Greenwich Essen aus aller Herren Länder zu probieren, begab sie sich zum Greenwich Pier an der Themse, gleich hinter dem riesigen Segelschiff, der „Cutty Sark“. Dort wartete schon das nächste Boot, das alle in  einer eineinhalbstündigen Fahrt themseaufwärts zur Anlegestelle beim Westminster Turm bringen sollte. Dabei hatten die Schülerinnen heuer sogar das Glück, das Öffnen der beiden Straßenteile der Tower Bridge hautnah zu erleben, als ein Segelschiff passierte. 

Vom Turm zu Westminster, der die berühmte Glocke BIG BEN beherbergt, schlenderten dann viele noch hinüber zum Millennium Wheel, um dort mit Frau Lankes eine der Gondeln zu besteigen und einen herrlichen Blick über die Stadt zu erleben. Währenddessen begleiteten einige Unerschrockene Ines Jobst und Danuta in den London Dungeon. Am Abend stand dann noch für viele das Musical LION KING auf dem Programm.

Am Donnerstag brachen über zwei Drittel der Teilnehmerinnen zu den Warner Brothers Studios im Norden der Stadt auf. Dort konnten sie nicht nur durch die Originalkulissen der Harry Potter Filme wandeln, sondern auch einen Einblick in die Entstehung der Kulissen, Masken und der „Special Effects“ in den Filmen bekommen. Das absolute Highlight dabei war sicherlich der erst kürzlich eröffnete „Verbotene Wald“, wo mit animierten Riesenspinnen und leuchtenden Hunden, begleitet von Blitz und Donner, versucht wird den Besuchern ein Gefühl des Gruselns und Schauerns zu vermitteln. Viele der Mädels verließen die Studios nicht, ohne vorher noch ein BUTTERBIER gekostet zu haben, oder sich einen original HP-Zauberstab zugelegt zu haben. Ob der auch wirklich funktioniert? Abends war dann wieder für einige Musical Time, wobei diesmal „Wicked“ auf dem Programm stand.

Am Freitag fuhren die Schülerinnen, aufgeteilt in Klassen, zum Buckingham Palace, um dort dem absoluten „must do“ für London-Besucher beizuwohnen, der Wachablösung. Anschließend besuchten die Mädels, aufgeteilt in Gruppen, den Tower, das Naturhistorische Museum, sowie das Britische Museum. Bis 16 Uhr war dieser Museumstag Pflicht, danach hatten alle noch etwas Zeit shoppen zu gehen. 

Der Aufenthalt in London war wie im Flug vergangen, als es am Samstagabend hieß, die Koffer zu packen und die Heimreise anzutreten. Tagsüber hatten alle noch Gelegenheit für eine ausgiebige Shopping Tour auf der Oxford Street, im Hard Rock Cafe, oder auf dem Camden Market. 

Nach einer anstrengenden Nachtfahrt auf der Fähre konnten dann am späten Nachmittag des Sonntags die Eltern ihre Töchter wieder wohlbehalten, aber müde und erschöpft, in die Arme schließen. Alle waren sichtlich froh, dass die Woche ohne besondere Vorkommnisse, aber dennoch mit bleibenden Eindrücken für die Schülerinnen, verlaufen war. 

Am Schluss möchte ich noch, als Organisator der Fahrt, allen Schülerinnen, die durch ihr vorbildliches Verhalten zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben, herzlichst danken. Ebenso ein riesiges Kompliment und ein herzliches Dankeschön an alle begleitenden Lehrkräfte, für ihren unermüdlichen Einsatz, ohne den eine solche Fahrt nicht möglich wäre. 

Robert Huber

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9 c: PET-Test: Gerhardinger und Maristen waren ausgezeichnet
Gerhardinger- und Maristen-Realschule stellten sich dem „Preliminary English Test“ (PET)

50 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Gerhardinger- und Maristen-Realschule stellten sich dem „Preliminary English Test“ (PET)



  

Viele Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Bayerischen Realschulen nehmen an diesem Englisch-Test teil. Er kostet 85 Euro, ist freiwillig und kann alljährlich an einigen Realschulen Bayerns an zwei Samstagen abgelegt werden. Die Prüfungen fanden in diesem Jahr im März statt. Der Test wird auf der ganzen Welt zum gleich Zeitpunkt und in der gleichen Form abgehalten. Die Teilnehmer werden geprüft im „reading“ (Textverständnis), „writing“ (schriftlicher Ausdruck, Grammatik) und „listening“ (Hörverständnis). Darüber hinaus müssen sie sich einer ca. 15-minütigen mündlichen Prüfung unterziehen.

Als Ergebnis winkt dann ein international anerkanntes und lebenslang gültiges Diplom des Cambridge Institutes, einer Einrichtung der Cambridge University. Dieses Diplom bescheinigt die Kenntnisse der englischen Sprache auf der Stufe B1 des Europarates. 

Bereits zum 14. Mal war die Chamer Gerhardinger-Realschule Prüfungsort für Schülerinnen der eigenen Realschule, heuer auch mit Teilnehmern der Maristen Realschule.

Auch heuer nahmen wieder viele Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen (50 Teilnehmer) am PET teil. Davon durften die Schulleiter Martin Zimmermann und Josef Maier, sowie die Englischlehrer Robert Huber und Sven Plötz den meisten zur bestandenen Prüfung gratulieren.

Sieben der erfolgreichen Schülerinnen erhielten ihr Diplom mit dem Zusatz „pass with merit“

(vorzüglich bestanden): Marion Deser, Ricarda Karl, Veronika Kireev, Leonie Nelz, Corinna Oswald, Denise Schweiger und Katja Semmelmann.

Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr drei Schülerinnen die mit mehr als 95 % aller erreichbaren Punkte auf ihrem Diplom den Zusatz „pass with distinction“ (bestanden mit Auszeichnung) stehen haben und damit auch bescheinigt bekommen, dass ihre Englischkenntnisse dem Level B2 entsprechen: 

Katharina Plonka (98 %), Marie Linde (97 %) und Franziska Sander (96 %).

Sven Plötz/Franz Summerer 

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Gelungene Premiere der GRS beim Vorlesewettbewerb
Félicitations an Leonie Nelz und Laura Streck

Beim jährlichen Vorlesewettbewerb der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) Regensburg e. V. treten die besten Leser/innen von Gymnasien und Realschulen der Oberpfalz gegeneinander an. Dabei konnten die Gerhardingerinnen mehr als gut mit ihrer starken Konkurrenz mithalten.

Es hatten sich in diesem Schuljahr sogar so viele Mädchen aus der 9 c für den Wettbewerb angemeldet, dass eine schulinterne Vorauswahl erfolgen musste, da nur zwei Schüler pro Klasse in Regensburg antreten dürfen. Qualifiziert hatten sich hierfür Leonie Nelz und Laura Streck.

Am 3. April 2017 machten sich die beiden Schülerinnen mit ihrer Französischlehrerin Vera Knoll nach der Schule auf den Weg nach Regensburg, zum Lesewettbewerb im Thon-Dittmer-Palais am Haidplatz. 

In der ersten Runde mussten die Schüler/innen einen Ausschnitt eines ihnen bekannten Textauszugs vor sämtlichen Konkurrenten und der Jury – zwei frankophonen Muttersprachlern – vortragen. Der diesjährige Text war die Kurzgeschichte „La Cantine“ aus den Abenteuern des Petit Nicolas.

Leonie Nelz schlug sich dabei so gut, dass sie in die zweite Runde des Wettbewerbs kam. Hierbei galt es, nach zehnminütiger Vorbereitungsphase – ohne Hilfsmittel – einen unbekannten Text vorzutragen. 

Nach dem Vorlesewettbewerb ließen sich die beiden Gerhardinger-Mädels mit ihrer Lehrkraft im Café „Alex“ am Neupfarrplatz ein leckeres Abendessen schmecken, bevor sie sich – völlig erschöpft, aber glücklich über ihren Erfolg – auf den Heimweg nach Cham machten.

Auch Schulleiter Martin Zimmermann war sichtlich stolz auf Laura und Leonie, übergab ein kleines Präsent und sagte „Félicitations!“

Vera Knoll/Franz Summerer

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Gerhardinger-Schülerfirma „Merk´s da“ 
auf der Junior-Messe in Regensburg erfolgreich

   

Das Junior-Unternehmen „Merk´s da“ der Gerhardinger-Realschule in Cham war vergangene Woche bei der Junior-Messe in den Regensburg Arcaden vertreten, um dort seine Produkte, nämlich selbstgestaltete Memoholztafeln, erfolgreich zu präsentieren.

Im Junior-Unternehmen gründen die Schülerinnen für die befristete Laufzeit von einem Schuljahr ein Unternehmen ihrer Wahl. Im Team erlernen und erproben sie Grundprinzipien unternehmerischen Handelns. Die Umsetzung der eigenen Geschäftsidee lässt die Teilnehmerinnen praktisch erfahren, wie sich das eigene Handeln wirtschaftlich, sozial und ökologisch auf ihre Firma auswirkt. Der hohe Realitätsbezug motiviert die Mädchen, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Am Ende des Geschäftsjahres kann ein finanzieller Erfolg stehen, über dessen Verwendung dann die Hauptversammlung mit allen Anteilseignern abstimmen wird. An der Gerhardinger-Realschule gibt es diese Schülerfirma heuer im zweiten Schuljahr.

Auf der Junior-Messe in Regensburg waren heuer insgesamt 24 Schulunternehmen aus ganz Bayern vertreten. Diese Teams kamen aus unterschiedlichen Real- und Berufsschulen sowie Gymnasien und auch Fachakademien. Die Mädchen von „Merk´s da“, alles Schülerinnen der 9. Klassen der Gerhardinger-Realschule, waren mit die jüngsten Teilnehmerinnen.

Um 7 Uhr morgens trafen sich bereits einige der Teilnehmerinnen am Chamer Bahnhof zur gemeinsamen Abfahrt mit dem Zug. Begleitet wurden sie von ihrer Lehrkraft und Schulpatin Eva Schmitt. Die restlichen Jung-Unternehmerinnen folgten um 09:00 Uhr zusammen mit der Wirtschaftslehrkraft Anke Schmaderer.

In Regensburg bauten zunächst alle Firmen mit großer Hingabe und Sorgfalt ihre Stände auf. Auf einer Bühne konnten sich alle Unternehmen dem Publikum und einer Jury vorstellen und ihren Werbespot präsentieren. Der beste Werbespot und der schönste Verkaufsstand wurden von der Jury mit Preisen ausgezeichnet.

Viele interessierte Besucher schauten sich die Stände an und informierten sich über die unterschiedlichen Produkte. Die Chamer Mädchen erzielten dabei gute Umsätze und waren am Ende des Tages mit ihrer Leistung sehr zufrieden.

Der nächste Termin, bei dem sich die Schülerfirma präsentieren und ihre personalisierten Holztafeln verkaufen wird, ist der Tag der offenen Tür an der Gerhardinger-Realschule Cham am Freitag, 24.03.2017, von 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Eva Schmitt/Franz Summerer

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 Compassion 2017

Chamer Zeitung, 3. Mai 2017

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10 Jahre Compassion - Gerhardinger-Schülerinnen engagieren sich sozial
Von der Schul– zur Wertegemeinschaft christlicher Sozialethik

  

„Mit Herzenswärme gegen soziale Kälte - Chamer Gerhardinger–Realschülerinnen rackerten freiwillig in sozialen Einrichtungen“ – so lautete die Originalüberschrift 2007 in einer hiesigen Heimatzeitung. 

Ein kleines Jubiläum besonderer Art ist heuer an der „Deandlschul vo de Oama Schul-Schwestern“, wie sie im Volksmund immer noch heißt (!) – angesagt: Sr. Maria Barbara Giehl initiierte damals erfolgreich das Sozialpraktikum Compassion an der Schule, übertrug es nach einem Jahr an Lehrerin Veronika Werner und den nun mittlerweile langjährigen Organisator Franz Summerer. Dabei werden die Beteiligten dem Schullogo grs = gemeinsam - respektvoll - sozial uneingeschränkt gerecht.

Das englische Wort Compassion bedeutet Mitgefühl und schon der Name weist auf den Sinn und Zweck dieses Praktikums hin: Die jungen Leute üben sich im Zuhören, im Sich–Einfühlen, im praktischen Tun und gewinnen dadurch für sich selbst Sicherheit und Selbstvertrauen. Es geht dabei nicht in erster Linie um Berufsfindung wie bei anderen Praktika, sondern um das Entwickeln sozialer Fähigkeiten. Hilfsbedürftige Menschen sollen in ihrer Lebenssituation gesehen und angenommen, Berührungsängste und Hemmungen abgebaut werden.

Dieses Projekt wurde von der deutschen Bischofskonferenz 1992 ins Leben gerufen und hat sich in katholischen und staatlichen Schulen in der ganzen Bundesrepublik mit Erfolg etabliert, 2002 wurde dem Projekt der Alcuin Award der europäischen Elternschaft in Turin verliehen, eine internationale Jury wählte das Projekt auf Platz eins. Das bayerische Kultusministerium ehrte für das Schuljahr 2005/06 die Schülerinnen der damaligen Mädchenrealschule St. Josef in Schwandorf für ihren außerordentlichen Einsatz und OB Helmut Hey lobte in seinem Grußwort die „… sozial ausgerichteten Aktivitäten, die so nicht im Unterrichtsplan stehen. Die Mädchenrealschule ist bislang die einzige Realschule in der Oberpfalz, die ein derartiges Sozialpraktikum anbietet.“ 

Der letzte Satz ist Vergangenheit: Auf Grund der vielen positiven Erfahrungen wurde das Projekt an der Gerhardinger-Realschule Cham 2007 für die 9. Jahrgangsstufe eingeführt, die Koordination übernahm vor zehn Jahren voller Elan Schwester Barbara Giehl. Und Compassion hat sich in dieser Zeit zu einem festen Bestandteil des schulischen Terminkalenders entwickelt – immer in der zweiten Osterferienwoche und in der ersten Schulwoche danach. 

So sind die „jungen Frauen“ 14 Tage in den Sozialeinrichtungen des Landkreises Cham und darüber hinaus aktiv. Freiwillig, um der guten Sache willen, verzichten sie sogar auf eine komplette Ferienwoche – ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal für die „Gerhardingerinnen“! 

Insgesamt 31 Schülerinnen konnte so Franz Summerer relativ Wohnort nah vermitteln und stieß bei allen Einrichtungen auf offene Ohren, in folgenden Institutionen werden die Mädchen 2017 ihren freiwilligen Dienst absolvieren: 

Behindertenwerkstätten Bad Kötzting, Sana Kliniken des Landkreises Cham, Seniorenheim St. Michael Cham, Pflegestift Pro Curand Cham, Behindertenwerkstätten Janahof, Medizinischer Dienst Röger Falkenstein, Seniorenheim St. Michael Roding, BRK Seniorenheim Waldmünchen, BRK Seniorenheim Zandt, Barmherzige Brüder Reichenbach und Wohnresidenz St. Raphael Schorndorf.

Dort werden sie zwei Wochen lang für andere da sein, von einem Lehrer als Mentor betreut. 

Bei einem gemeinsamen Arbeitsfrühstück aller Beteiligten wurden letzte organisatorische Dinge bezüglich des Praktikums besprochen, Schulleiter Martin Zimmermann sprach dabei den Schülerinnen seinen größten Respekt aus und dankte ihnen für ihr Engagement mit den Worten: „Ihr gebt den Menschen das Wertvollste, was es zu geben gibt, nämlich Zeit, Mitgefühl und Aufmerksamkeit.“ 

Bei der Nachbereitung des Projekts werden die Mädchen dann ihre Einrichtung vorstellen, Erfahrungsberichte dazu verfassen und auch ihre subjektiven Eindrücke schildern. Für eventuelle Fragen stehen die beiden Mentoren des Projekts Franz Summerer und Veronika Werner in ihrer Sprechstunde und am Freitag, dem 24. März, am Tag der offenen Tür der Gerhardinger-Realschule als Ansprechpartner zu Verfügung. 

Franz Summerer

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„Feurige Küche“ in Indien schockt Gerhardinger-Schülerinnen in Cham 
Ausstellung missio for life zur weltweiten Gendergerechtigkeit 

    
     

Die Familie entsorgt ihre ungeliebte Schwiegertochter durch einen Küchenunfall, weil die Mitgift zu niedrig war und sie angeblich „ungeschickt“ mit dem Kerosinkocher die Küche in Brand steckte – in Indien ist „Burning brides“ und „dowry killing“ leider nichts Ungewöhnliches und die Polizei ermittelt für etwas Schmiergeld zigtausendfach nicht, ein als Unfall getarnter Mord!

Über 100 Mädchen der 9. Klassen der Gerhardinger-Realschule Cham besuchten in vier Gruppen je 90 Minuten die Ausstellung rund um das Thema weltweite soziale Ungerechtigkeit. Die pädagogische Fachkraft Christian Homey von missio München hatte den mobilen, interaktiven Lernparcour aufgebaut und die einzelnen Teams mit Tabletts für die Computerspiele (serious games) ausgestattet. 

Ungläubig mussten die jungen Mädchen erkennen, wie z. B. die etwa gleichaltrigen Renu aus Indien, Mercedes und Paolo aus den Philippinen und andere sie an ihrem schockierenden Leben teilhaben lassen. Arrangierte Ehen, Mitgiftmord, Menschenhandel, armutsbedingte Prostitution und der brutale Kampf ums Überleben als Straßenkind sind ihre Geschichten, die sie in der erlebnisorientierten Ausstellung erzählen und in einer Mischung aus Serious Games und Alternate–Reality-Games den Besuchern zum Thema Gendergerechtigkeit nahe bringen. 

Dabei werden die spannenden Inhalte den Schülerinnen über ein iPad erzählt und durch Spiele verdeutlicht, wobei die mitgebrachten Exponate eine Brücke zwischen der virtuellen und der realen Welt bilden. So konnte den Gerhardingerinnen die Lebenswirklichkeit Jugendlicher in anderen Ländern und Kulturen und deren Probleme auf besondere Weise anschaulich gemacht werden. 

Das transmediale Lernerlebnis von missio München bot den Chamer Schülerinnen ein spannendes Unterrichtsgeschehen und unterstützte die Jugendlichen, sich in einer sich ständig wandelnden Welt zurecht zu finden, globale Zusammenhänge zu erkennen und den Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt in Deutschland herzustellen - und das ganze Lernen mit viel Spaß und Nachhaltigkeit! 

Franz Summerer 

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Gerhardinger-Mädels finden „Traumausbildungsplatz“ durch Bewerbungstraining 
Experten aus der Wirtschaft bereiten junge Leute vor – Knigge-Kurs am Nachmittag

Unterricht ganz besonderer Art lief diese Woche an der Gerhardinger-Realschule Cham ab: Für die vier 9. Klassen (insgesamt 116 Mädchen) fand jeweils ein eintägiges Bewerbungstraining mit Experten aus der Wirtschaft statt. So bereiteten AOK–Schulberater Rupert Glaser und Ausbildungsleiterin Sabrina Schlösser von der Sparkasse die Entlass-Schülerinnen des nächsten Schuljahres in Seminaren schon einmal auf verschiedene Situationen im bald auf sie zukommenden Bewerbungsverfahren vor. Die Organisation des speziellen Stundenplanes lag in Absprache mit Schulleiter Martin Zimmermann bei Eva Schmitt, Lehrkraft für BwR und WiR, an der GRS Cham. 

Seinen „Traumausbildungsplatz“ finden bedeutet für die Jugendlichen heute nämlich verstärktes Engagement, wie Praktika in den Ferien absolvieren, Bewerbungen schreiben  und Vorstellungsgespräche oder sogar Auswahlverfahren durchlaufen – dazu erhielten die Mädchen von den beiden Referenten Tipps und Tricks aus der Praxis. 

„Unvorbereitet darf man auf keinen Fall in ein Vorstellungsgespräch gehen, denn eine gute Vorbereitung ist meistens schon die halbe Miete!“ Aber auch das Erstellen einer ansprechenden Bewerbungsmappe und deren richtiger Aufbau gehörten einen Tag lang zum Sonder–Lehrplan, genauso wie im „Stärken – Schwächen – Profil“ die Schokoladenseiten des Probanden herausgestellt wurden. 

Fast wie im richtigen Leben ging es dann bei den praktischen Übungen mit Bewerbungsgesprächen zu, jede Schülerin erhielt Informationen bezüglich Gestik, Sprache, Mimik und Kleidung sowie hilfreiche Tipps für die Organisation und inhaltliche Vorbereitung eines Vorstellungstermins, ehe als Highlight die Szenerie praktisch geübt wurde und nach jedem Probedurchlauf ein persönliches Feedback durch die Ausbilder erfolgte. 

An den jeweiligen Vormittag schloss sich dann noch an zwei Nachmittagen ein Knigge-Kurs in Bezug auf die Ausbildung an, gehalten von Rupert Glaser. Benimmregeln und Umgangsformen vom Grüßen bis hin zur Pünktlichkeit oder z. B. einer höflichen Fragestellung, Hinweise auf angebrachte Kleidung oder passende Kommentare und Verschwiegenheit bezüglich betriebsinterner Fakten gehörten hier auf die persönliche Agenda der Mädchen. 

Schulleiter Martin Zimmermann bedankte sich recht herzlich bei den beiden Referenten für ihren außergewöhnlichen und praxisorientierten Unterricht, dem alle jungen Damen überaus interessiert gefolgt waren.

Franz Summerer

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OGS-Tutorinnen: Tutorinnen Nachschub für die offene Ganztagsschule 
Simon Frank schulte 25 Gerhardinger-Mädchen 

Das Lern– und Betreuungssystem der offenen Ganztagsschule an der Gerhardinger-Realschule Cham boomt und findet immer mehr Zulauf. Insgesamt nehmen zur Zeit rund 110 Schülerinnen den besonderen Service der OGS an verschiedenen Nachmittagen wahr. 

Es stehen an der Gerhardinger-Realschule stets drei Fachlehrkräfte und drei Tutorinnen pro Nachmittag zur Betreuung bei Lern– und Hausaufgaben zur Verfügung, dabei haben die gemachten Erfahrungen gezeigt, dass ältere Schülerinnen häufig eher Zugang zu Mitschülerinnen finden als Lehrkräfte. 

So rührte Lehrer Peter Frauendorfer, der das OGS–Tutorinnen-System betreut und austüftelte, zusammen mit Schulleiter Martin Zimmermann in den vergangenen Wochen erfolgreich die Werbetrommel für Tutorinnen–Nachwuchs. Simon Frank von Landratsamt Cham schulte die insgesamt 25 „Neuen“ aus der 9. Jahrgangsstufe und bereitete sie z. T. spielerisch auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vor. 

So stand das Erreichen einer gewissen Autorität auf dem Programm, aber auch soziale Interaktion oder die Ansage von Arbeitsaufträgen wurde geprobt. 

Folgende Mädchen komplettieren die Tutorinnenliste für das Schuljahr 2016/2017: 

Celik Fatmanur, Eva Dendorfer, Rebecca Ederer, Laura Gall, Lea Gerl, Jennifer Haimerl, Milena Hartl, Anastasia Hübert, Tonja Meier, Melissa Zeller, Eva Bucher, Marion Deser, Simone Holzinger, Julia Kropf, Mareike  Schoierer, Denis Schweiger, Franziska Wagner, Emerenz Dirrigl, Aliah Verena Habl Corona, Sabrina Käsbauer, Emily Kesler, Anna-Maria Kleschnew, Katja Semmelmann, Laura Streck und Laura Ruhland. 

Dienstbeginn ist jeweils um 13:30 Uhr mit der Beaufsichtigung der Mitschülerinnen beim Anfertigen der schriftlichen Hausaufgaben, die kontrolliert, verbessert und eventuell erklärt werden. Danach beginnt die Tutorin z. B. mit dem Abfragen der Vokabeln und der Überprüfung der mündlichen Vorbereitung für den kommenden Schultag, auf einem vorbereiteten Laufzettel werden diese Tätigkeiten dokumentiert. 

In den Pausen oder nach Erledigung aller Aufgaben spielen die Tutorinnen mit den Schülerinnen oder unterstützen sie bei Bewegungsübungen, ehe der Dienst um 15:45 Uhr zu Ende geht. 

Franz Summerer

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Berufswahltage: Mühlbauer Group

    

Am vergangenen Mittwoch, den 30.11.2016 waren einige Schülerinnen der 9. Klassen der Gerhardinger-Realschule in Cham im Rahmen der Berufswahltage, zusammen mit ihrem Betreuungslehrer Robert Huber zu Gast bei der Mühlbauer Gruppe in Roding. Im Zuge der Berufsorientierung konnten die Mädchen einen Nachmittag lang hinter die Türen des international agierenden Unternehmens blicken.

Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation, in der die Organisation und das Portfolio der Mühlbauer Gruppe von Elisa Schmid (Personalabteilung) erklärt wurde, erhielten die Mädchen der 9. Klasse der Realschule einen Einblick in die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten der Firma. 

Neben technischen Berufen, wie Elektroniker/in, Mechaniker/in oder Informatiker/in wurden weitere kaufmännische Ausbildungsrichtungen vorgestellt und erklärt. Dabei informierte eine kaufmännische Auszubildende der Mühlbauer Gruppe persönlich über ihren abwechslungsreichen Alltag als Auszubildende zur Industriekauffrau. 

Nach einer Stärkung mit Getränken und Butterbrezen erwartete die Mädchen ein Workshop in der unternehmenseigenen Lehrwerkstatt der Mühlbauer Gruppe. Mit Hilfe eines Ausbilders und drei Auszubildenden durfte jede Schülerin ein eigenes blinkendes Herzchen löten. Den interessierten Mädchen gelang es weitestgehend eigenständig, die Kontakte des Herzchens zu bearbeiten, sodass schließlich jede Schülerin voller Stolz ein gelötetes Herzchen mit nach Hause nehmen konnte. 

Im Anschluss an den erfolgreichen Workshop erhielten die Schülerinnen eine Führung durch einen Demoraum der Mühlbauer Gruppe, wobei für eine Schülerin einzelne Karten, sowie ein Pass mit ihren Daten hergestellt und personalisiert wurden. Unter Staunen beobachteten die Mädchen, wie die Daten blitzschnell erfasst und gespeichert wurden, bevor mit Hilfe der Mühlbauer Maschinen die personalisierten Karten produziert wurden. 

Die Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule erlebten einen abwechslungsreichen Tag bei der Mühlbauer Gruppe, der hoffentlich der ein oder anderen bei der Berufswahl behilflich sein wird. 

Elisa Schmid, Mühlbauer Gruppe Roding

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