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22.08.2017 19:34
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London 2017

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Zauberstab und  Butterbier
Schülerinnen der Gerhardinger-Realschule Cham
wandelten auf den Spuren der Harry Potter Filme in London

            
   
            
   

Als die dreiundneunzig Schülerinnen der neunten Klassen der Gerhardinger-Realschule und ihre sechs Begleit-Lehrkräfte am Abend des Pfingstsonntags ihre lang geplante Reise nach London antraten, herrschte diesmal noch eine etwas bedrückte Stimmung, hatte es doch erst in der Nacht davor wieder einen brutalen Terroranschlag in der britischen Hauptstadt gegeben. So verabschiedeten die Eltern ihre Töchter mit eher gemischten Gefühlen, als diese die beiden roten Reisebusse bestiegen. 

Doch schon bald überwog die Vorfreude auf die bevorstehenden Tage und vorsichtiger Optimismus, dass man von solchen Vorfällen verschont bleiben würde, machte sich breit. Würde man sich der Angst beugen, hätten die Terroristen ihre Ziele erreicht und schließlich war man als Europäer den britischen Nachbarn, trotz Brexit, eine gewisse Solidarität schuldig. So dachten wohl auch die meisten anderen Touristen vom Festland, insbesondere aus Bayern und dem übrigen Deutschland, denn es wimmelte von ihnen nur so, in der britischen Hauptstadt, genauso wie in den Jahren zuvor, während der ersten Woche der Pfingstferien. 

Bereits am Tage nach der Ankunft begann das anstrengende Programm für die Mädchen und ihre Begleiter, Romy Lankes, Maria Zeitzler, Ines Jobst, Danuta Ragosz, Albert Degenhart und Robert Huber. Eine Stadtrundfahrt mit Reisebegleitern stand an und die Busfahrer aus Niederbayern meisterten bravourös ihren Parcours durch den zähen Londoner Verkehr, zusätzlich erschwert durch Sicherheitsabsperrungen, die den Verkehrsfluss einschränkten oder gerade errichtet wurden. Jedenfalls konnten die beiden „Guides“ den Schülerinnen in den drei Stunden fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der ‚City of London‘ zeigen und erklären. Anschließend waren alle, nach einer ausgiebigen Mittagspause bei den Stars aus Wachs im Urgestein aller Madame Tussaud’s, in London, zu Gast. Dabei entstand so manches Selfie mit dem Lieblings-Promi, ganz egal ob selber gemacht oder von der Freundin (Helfie).

Am Mittwochvormittag fuhren alle zum Royal Observatory in Greenwich. Dort gehört es schon seit Jahren zum Pflichtprogramm der Gerhardinger, sich stehend (oder anderweitig posierend) auf dem Nullmeridian ablichten zu lassen. Aber auch das Innere des Museums war für die Mädels von Interesse, waren sie doch bereits in den Geographie-Stunden vor der Fahrt mit den historischen Hintergründen vertraut gemacht worden. Nachdem die Gruppe Gelegenheit hatte, mittags in der Markthalle von Greenwich Essen aus aller Herren Länder zu probieren, begab sie sich zum Greenwich Pier an der Themse, gleich hinter dem riesigen Segelschiff, der „Cutty Sark“. Dort wartete schon das nächste Boot, das alle in  einer eineinhalbstündigen Fahrt themseaufwärts zur Anlegestelle beim Westminster Turm bringen sollte. Dabei hatten die Schülerinnen heuer sogar das Glück, das Öffnen der beiden Straßenteile der Tower Bridge hautnah zu erleben, als ein Segelschiff passierte. 

Vom Turm zu Westminster, der die berühmte Glocke BIG BEN beherbergt, schlenderten dann viele noch hinüber zum Millennium Wheel, um dort mit Frau Lankes eine der Gondeln zu besteigen und einen herrlichen Blick über die Stadt zu erleben. Währenddessen begleiteten einige Unerschrockene Ines Jobst und Danuta in den London Dungeon. Am Abend stand dann noch für viele das Musical LION KING auf dem Programm.

Am Donnerstag brachen über zwei Drittel der Teilnehmerinnen zu den Warner Brothers Studios im Norden der Stadt auf. Dort konnten sie nicht nur durch die Originalkulissen der Harry Potter Filme wandeln, sondern auch einen Einblick in die Entstehung der Kulissen, Masken und der „Special Effects“ in den Filmen bekommen. Das absolute Highlight dabei war sicherlich der erst kürzlich eröffnete „Verbotene Wald“, wo mit animierten Riesenspinnen und leuchtenden Hunden, begleitet von Blitz und Donner, versucht wird den Besuchern ein Gefühl des Gruselns und Schauerns zu vermitteln. Viele der Mädels verließen die Studios nicht, ohne vorher noch ein BUTTERBIER gekostet zu haben, oder sich einen original HP-Zauberstab zugelegt zu haben. Ob der auch wirklich funktioniert? Abends war dann wieder für einige Musical Time, wobei diesmal „Wicked“ auf dem Programm stand.

Am Freitag fuhren die Schülerinnen, aufgeteilt in Klassen, zum Buckingham Palace, um dort dem absoluten „must do“ für London-Besucher beizuwohnen, der Wachablösung. Anschließend besuchten die Mädels, aufgeteilt in Gruppen, den Tower, das Naturhistorische Museum, sowie das Britische Museum. Bis 16 Uhr war dieser Museumstag Pflicht, danach hatten alle noch etwas Zeit shoppen zu gehen. 

Der Aufenthalt in London war wie im Flug vergangen, als es am Samstagabend hieß, die Koffer zu packen und die Heimreise anzutreten. Tagsüber hatten alle noch Gelegenheit für eine ausgiebige Shopping Tour auf der Oxford Street, im Hard Rock Cafe, oder auf dem Camden Market. 

Nach einer anstrengenden Nachtfahrt auf der Fähre konnten dann am späten Nachmittag des Sonntags die Eltern ihre Töchter wieder wohlbehalten, aber müde und erschöpft, in die Arme schließen. Alle waren sichtlich froh, dass die Woche ohne besondere Vorkommnisse, aber dennoch mit bleibenden Eindrücken für die Schülerinnen, verlaufen war. 

Am Schluss möchte ich noch, als Organisator der Fahrt, allen Schülerinnen, die durch ihr vorbildliches Verhalten zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben, herzlichst danken. Ebenso ein riesiges Kompliment und ein herzliches Dankeschön an alle begleitenden Lehrkräfte, für ihren unermüdlichen Einsatz, ohne den eine solche Fahrt nicht möglich wäre. 

Robert Huber

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