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22.06.2018 20:36
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Missio for life

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Missio for life für Gerhardinger und Maristen
Die Welt mit anderen Augen sehen

    

Brisante Themen wie Menschenhandel, armutsbedingte Prostitution, arrangierte Ehen, Mitgiftmord in Indien und von den Philippinen werden bei der Ausstellung missio for life an der Gerhardinger-Realschule erlebbar gemacht.

 114 Schülerinnen der GRS und die Schüler der 9. Klassen der Maristen-Realschule fühlten und tasteten sich buchstäblich in die Müllberge hinein, welche die Lebenswelt vieler Kinder in Entwicklungsländern prägen. Projektleiter und Ansprechpartner war Bildungsreferent Christian Homey.

Schon nach kurzer Zeit konnten die Schülerinnen und Schüler die transmediale Erlebniswelt betreten und bespielen. In einer Mischung aus Serious Games und Alternate–Reality-Games wurde den Besuchern das Thema Gendergerechtigkeit nahegebracht. Schnell lernten sie die drei Protagonisten kennen.

In Indien „Renu": Ihre Eltern haben für sie eine große Summe an Mitgift bezahlt. Und doch scheint es nicht genug. Die Gier ist unersättlich. Schikanen beginnen und sie wird Opfer eines Mordversuchs.

Auf den Philippinen „Mercedes": Das etwa 15-jährige Mädchen stammt aus dem ländlichen Raum. Ihre eigene Familie verkauft sie, um mit ihr gutes Geld zu verdienen. In der großen Stadt angekommen, landet sie in einem Bordell und muss als Prostituierte arbeiten.

Philippinen: „Paulo" ist ein 15-jähriger Junge, der von zu Hause weggerannt ist. Seitdem schlägt er sich als Straßenkind durch. Er durchsucht Müllberge nach allem, was sich gut recyceln lässt und wofür er ein wenig Geld erhält. Was er sammelt, reicht nicht zum Überleben. Er hat Hunger und klaut.

Die spannenden Inhalte werden den Schülerinnen über ein iPad erzählt und durch Spiele verdeutlicht, wobei die mitgebrachten Exponate eine Brücke zwischen der virtuellen und der realen Welt bilden. So konnte den Besucher die Lebenswirklichkeit Jugendlicher in anderen Ländern und Kulturen und deren Probleme auf besondere Weise anschaulich gemacht werden.

Die Geschichten gehen alle gut aus, weil die missio for life-Partner zu Hilfe kommen und Renu, Mercedes und Paulo retten. Andere haben jedoch nicht so viel Glück.

Ein Anliegen der Ausstellung ist es also, Schülerinnen und Schülern eine Vorstellung von sozialen Problemen in der Welt zu vermitteln, mit denen viele ihrer Altersgenossen täglich konfrontiert sind. Gleichzeitig werden Wege gezeigt, wie sich jeder einsetzen kann, damit die Welt ein klein wenig besser wird. Es unterstützt die Jugendlichen, sich in einer sich ständig wandelnden Welt zurecht zu finden, globale Zusammenhänge zu erkennen und den Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt in Deutschland herzustellen - und das ganze Lernen mit viel Spaß und Nachhaltigkeit!

 

Romy Lankes/Franz Summerer

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