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20.09.2018 22:00
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10 d: Prüfungskochen

„Bayern tischt auf“ – Leckerbissen aus heimischer Küche beim Prüfungsessen Gerhardinger Abschluss – Schülerinnen verwöhnten Ehrengäste

     
Impressionen vom Prüfungskochen der Klasse 10 d

Ein bewunderndes „Aahh“ entfuhr den Ehrengästen bereits beim Betreten des stilvoll in dezentem Weiß–Blau gehaltenen Speisesaals der Schulküche. Schon die Tischdekoration passend zur Speisekarte ließ erahnen, welch kulinarische Leckerbissen serviert werden würden. Schulleiter Josef Maier hieß Gäste herzlich willkommen.

So stand das zweite von fünf Prüfungsessen an der Gerhardinger-Realschule Cham unter dem Motto „Bayern tischt auf“ und die jungen Damen der Klasse 10 d taten dies im wahrsten Sinne des Wortes! Konrektor Johannes Dieckmann konnte mit einem Glas Holunderblütencocktail begrüßen: Konrektor Christian Haringer von der Maristen Realschule, Sigrid Stebe–Hoffmann (geschäftsführende Beamtin der Stadt Cham), Walter Hamperl (Landratsamt Cham), Claudia Peinelt, Maria Zeitzler, Inge Huber, Matthias Bierl und Franz Summerer (Kollegium Gerhardinger).

Nach dem gemeinsamen Tischgebet ging es „Schlag auf Schlag“: Der bayrische Tapas–Teller mit Kräuterhörnchen serviert auf einer schwarzen Schieferplatte war ein Augenschmaus, der gleichzeitig hervorragend mundete. Zum Small Talk wurde abgetragen und schon folgte als nächster Gang Spinatknödel mit Tomatensoße, ehe die bayerische Kartoffelsuppe mit Brotchips den Vorspeisenreigen abschloss. Die Mädchen hatten übrigens erst am Prüfungstag ihre zu kochenden kulinarischen Beiträge zugelost bekommen und waren den ganzen Vormittag fast hektisch aktiv, um unter Zeitdruck die Vorgaben einzuhalten. Aber mit zunehmender Dauer legte sich die verständliche Nervosität der Schülerinnen und wich einer lächelnden Gelassenheit. Beim praktisch–orientierten Zweig mit „Haushalt und Ernährung“ als Abschlussprüfungsfach ist nämlich als ein Teil von den Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe ein mehrgängiges Menü zu einem festlichen Thema zuzubereiten und in passendem Ambiente zu servieren.

Und da durfte natürlich als ein erster Hauptgang ein bayerischer Schweinebraten mit Semmelknödel und bayerisch Kraut nicht fehlen. Anschließend tischten die Prüflinge Sauerbraten mit Spätzle und Blaukraut auf. Als weiterer Leckerbissen folgten aus „Omas Küche“ Schupfnudeln mit Kraut. Den krönenden Abschluss bildete eine Bayrisch Creme mit Früchten und Datschi-Burger, gefolgt von „Franz-von-Stuck“-Baiserschnitten sowie Apfelrosen und Quarkstrietzel als Nachspeisen.

Die beiden Fachlehrkräfte für Hauswirtschaft und Ernährung, Birgit Oswald und Maria Schoierer waren zufrieden mit den gezeigten Leistungen, während die geladenen Ehrengäste voll des Lobes über den kalorienreichen Nachmittag waren. Die 5er–Prüfungsgruppe bestand aus Lena Eckl, Tamara Karl, Hannah Schambeck, Nina Stahl und Linda Stockerl. Die erste Gruppe hatte übrigens unter dem Motto „Retro“ ihre Prüfung gekocht, die Themen für die kommenden Teams liegen noch im Safe des Direktorats, wobei die Schulleitung mehr Angst um die Figur hat als um das Prüfungsgeheimnis!

Franz Summerer


10 a: Börsenspiel 2017

„Gerhardingeraktienrocker“ unter den TOP TEN
9. Platz von 100 Spielgruppen für die Klasse 10 A

  

Von Ende September bis Mitte Dezember 2017 „schnupperten“ die 10. Klassen der GRS mit 10 Spielgruppen in die Welt der Börse durch die Teilnahme am Börsenspiel der Sparkassen im Landkreis Cham. Sie erlebten den Wertpapierhandel realitätsnah und versuchten dabei in selbst gewählten Gruppen mit einem Startkapital von 50.000,00 EUR einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. „Learning by doing“ so lautete die Devise beim größten Börsenspiel Europas. Gespielt wurde im Internet, wo die Schülerinnen über die Planspiel-Börse-Internet-Seite auf aktuelle Informationen zugreifen und direkt über den PC am Spiel teilnehmen konnten.

Neben den Spielgruppen aus Deutschland nahmen auch andere europäische Länder wie z. B.  Frankreich, Luxemburg, Österreich und Italien am "Planspiel Börse" teil. 

Eine Spielgruppe der Klasse 10 A belegte einen erfreulichen 9. Platz von knapp 100 Spielgruppen beim Börsenspiel im Landkreis Cham. 

Am 1. Februar 2018 war die erfolgreiche Spielgruppe „Gerhardingeraktienrocker“ mit den  Schülerinnen Anna Ertl, Romina Fleischmann, Theresa Schäffner und Julia Zaglmann zusammen mit ihrem Fachlehrer Werner Schall zur Siegerehrung im Sparkassensaal eingeladen. Die Gruppe schaffte es das Startkapital auf ca. 53.000 EUR zu erhöhen. Als Lohn für ihre Mühen gab es einen Scheck in Höhe von 50 EUR und zusätzlich einen weiteren für die Schule.

Im Anschluss an die Preisverleihung konnten die eingeladenen Teilnehmer des "Planspiels Börse" bei einem kleinen Imbiss noch ihre Erfahrungen austauschen.

Werner Schall


10 a/c: Ausstellung zum Kommunismus

Am Donnerstag, dem 07.12.2017, besuchten die Klassen 10 a und 10 c zusammen mit ihren Lehrkräften Frau Hecht und Herrn Schmitt eine Ausstellung zum Thema „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, die an der FOS Cham zu sehen ist und in der diverse Ausstellungstafeln mit vielen Informationen im Foyer der Schule ausgestellt waren. 

Auf 25 Plakaten werden die Besucher über den Aufstieg und den Niedergang der kommunistischen Bewegung im 20. Jahrhundert informiert. Sowohl durch Texte als auch durch viele Bilder wurde den Schülerinnen der Kommunismus nähergebracht. 

Besonders faszinierend war, dass auf den Tafeln über QR-Codes noch zahlreiche weitere Infos und Filmdokumente aufgerufen werden können, leider funktionierte dies mangels fehlender Internetverbindung nicht, so dass die meisten ihr Smartphone zur Hilfe nahmen. So konnten die Mädchen doch noch eifrig ihre Fragenkataloge ausfüllen, die sie vorher von ihren Geschichtslehrern erhalten hatten. Die begleitenden Lehrkräfte waren daher positiv überrascht, wie „produktiv“ die ca. 1 ½ Stunden genutzt wurden. 

Der Besuch der Ausstellung war einmal eine etwas andere Geschichtsstunde, die für alle Schülerinnen offenbar sehr interessant und lehrreich war.

Rebecca Kietzer, 10 a


Gerhardinger besuchen die KZ-Gedenkstätte in Dachau

Angehende Absolventinnen am Ort des Grauens

 
 

Die angehenden Absolventinnen der vier 10. Klassen der Gerhardinger-Realschule Cham unternahmen mit den Lehrkräften Matthias Bierl, Michaela Fromm, Eva Hecht und Theresia Kuhn eine Fahrt nach Dachau, um dort die KZ-Gedenkstätte zu besichtigen. Um 08:00 Uhr brachen die Schülerinnen zusammen mit den Lehrern auf und erreichten ihr Ziel nach ca. zweieinhalb Stunden. 

Nach der Ankunft in der Gedenkstätte teilten sich die Klassen auf. Die Klasse 10 a begann gleich die Führung unter der Leitung eigener Schülerinnen, die zuvor im Unterricht durch ihre Lehrerin Eva Hecht instruiert worden waren. Die Klassen 10 b, c und d schauten sich zunächst den Dokumentarfilm zum Konzentrationslager in der Gedenkstätte an oder besichtigten das Museum. 

Um 11:45 Uhr begann dann die Führung durch Lehrkräfte des Josef-Effner-Gymnasiums für die Klassen 10 b, c und d, die den Gang eines Häftlings nachzeichnete. Die Schülerinnen begaben sich dazu zunächst vor das Jourhaus, um zu erfahren, wie sich die Ankunft der Häftlinge gestaltete. Danach öffneten sie das Lagertor mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“. Die nächste Station war der Schubraum, in dem die Insassen registriert wurden. Anschließend ging es ins Häftlingsbad und über den Appellplatz in die Baracken, in denen zeitweise jeweils bis zu 1 800 Insassen leben mussten. 

Die menschenunwürdigen Umstände, die damals im KZ herrschten, wurden den angehenden Absolventinnen von Station zu Station immer deutlicher. Der Weg endete bei den Krematorien. Diese dienten zur Beseitigung der Leichen aus dem Konzentrationslager, die Öfen waren meist Tag und Nacht in Betrieb. Gegen Ende 1944 reichte die Kapazität der Verbrennungsanlagen nicht mehr aus, sodass die amerikanischen Befreier Ende April 1945 auf zahlreiche Leichen stießen.

Nach einer Flut von bedrückenden und schockierenden Eindrücken verließen die Jugendlichen wieder das Gelände durch das Lagertor und traten mit dem Bus die Heimreise nach Cham an.

M. Bierl


Prof. Rosenberg: Emilie, die Frau hinter Oskar Schindler

Gerhardinger zwischen Film und Wirklichkeit 

Über 100 junge Mädchen der vier 10. Klassen der Gerhardinger-Realschule Cham erlebten einen besonders informativen und emotionalen Vortrag von Professor Erika Rosenberg zum Leben des bewundernswert mutigen Ehepaares Emilie und Oskar Schindler. 

Nach der Begrüßung der Referentin durch Realschuldirektor Josef Maier schilderte Erika Rosenberg zunächst weniger bekannte, aber durchaus interessante Stationen im Leben des Ehepaars, beispielsweise wie sich Emilie Pelzl und Oskar Schindler kennenlernten und sich vermählten. So war der in Zwittau, Mähren, geborene Oskar in vielerlei Hinsicht ein gegensätzlicher Partner zu der sehr frommen Emilie, die bis zu ihrem 17. Lebensjahr in einer Klosterschule unterrichtet wurde. Im Anschluss erfuhren die Schülerinnen, wie Oskar Schindler von 1935 bis 1939 als Spionage-Agent für den militärischen Geheimdienst, das Amt Ausland/Abwehr, in Breslau arbeitete und schließlich Ende 1939 eine stillstehende Emaillefabrik in der Nähe von Krakau erwarb, was den Grundstein für die spätere Deutsche Emaillewarenfabrik (DEF) darstellte.

Prof. Rosenberg führte den Schülerinnen im weiteren Verlauf ihres Vortrags vor Augen, wie die beiden Sudetendeutschen in ihrer Fabrik etwa 1 200 Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nationalsozialisten bewahrten. Oskar Schindler wurde 1993 durch Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ weltberühmt. Seine Frau Emilie, die Prof. Erika Rosenberg in den 90er Jahren in ihrer argentinischen Heimat kennengelernt hatte, fand in dem Hollywood-Blockbuster jedoch kaum eine Beachtung.

Mitreißend und sichtlich emotional erzählte Prof. Rosenberg den Abschlussschülerinnen, dass der Anteil Emilies an dieser Rettung der Schindler-Juden bisher weder von Historikern noch von Steven Spielbergs Film richtig gewürdigt wurde. Erika Rosenberg veröffentlichte unter anderem die Biografie „Ich, Emilie Schindler“, in der sie dagegen versucht, deren Stellenwert ins rechte Licht zu rücken. 

Nach der sehr interessanten und lehrreichen Präsentation beantwortete die Referentin noch zahlreiche Fragen der Schülerinnen, die sich zum Schluss mit reichlich Applaus bei ihr bedankten. 

Matthias Bierl